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Ich will nur




Ich will nur, dass du weißt, ich hab dich immer noch lieb,

auch wenn unsere Freundschaft nicht für immer blieb.

 

Manchmal, da trennen sich die Wege von den besten Menschen,

die uns so ewig viel bedeuten,

viel zu viel dafür, dass es einfach wird,

wenn sie aus unserem Leben weichen.

Viel zu viel dafür, dass wir ihre Spuren schnell vergessen,

dafür, dass wir ihre Worte nicht mehr hören,

uns in Gedanken nicht mehr an sie wenden.

Ich sitze ich in der Bahn und höre Lieder,

die mir die Geschichten dieser Freundinnen erzählen.

Sie malen ihre Gesichter und singen unsere Gespräche,

wir alle haben diese Schatten in unserem Leben,

die kamen und gingen und dessen Hände

trotzdem auf unseren Schultern blieben.


Vielleicht kannten sie uns zu früh,

als wir selbst noch gar nicht wussten, wer wir sind und sein wollen.

Oder es war der falsche Ort zur falschen Zeit,

weil unsere Träume nicht so wuchsen, wie sie sollten.


Es hieß Aufbruch zu der neuen Stadt,

der neuen Arbeit oder gar weit in die Welt hinaus.

Und das hieß dann vielleicht Abbruch von dem Alten und der Gewohnheit,

die uns hielt, auf die wir bauten.


Und jetzt sitzen wir Jahre später

bei neuer Gewohnheit mit neuen Gesichtern,

neuen Träumen und hören Lieder, die uns dann zu Tränen rühren,

weil wir heute vielleicht doch den Abschied von damals bereuen.


Wir wachsen an dem, was wir erleben,

im Großen, an jeder Hürde und jedem Erfolg

im Kleinen, an jeder Begegnung, jedem Blick von den Menschen,

die uns was bedeuten.

 

Und vielleicht ist es gar nicht traurig,

dass wir sie nicht mehr um uns haben,

weil wir für uns gegenseitig eine sehr wichtige Rolle

im Drehbuch zu uns selber waren,

 

Also, no bad feelings,

Es ist gut, dass wir unsere eigene Reise antreten,

dass wir uns hin und wieder verabschieden von denen,

da hätten wir schwören können, dass sie immer an unserer Seite stehen.


Sie gehen ihren eigenen Weg,

Schauen in andere Gesichter,

haben neue Highs und Lows,

aber eben nicht mehr mit uns,

wir wissen nicht wann, nicht wie, nicht wo.

 

Vielleicht kreuzen sich die Wege von alten Bekannten.

Wir finden doch noch den Mut zurückzugehen

und sie wieder kennenzulernen, in einem neuen Licht zu sehen,

auf eine ganz andere Art und Weise zu verstehen.


Und ist das nicht das Schöne an unserem Leben?

Dass es so unberechenbar und ohne Plan verläuft,

dass wir unserem Herzen meistens folgen,

auch wenn das für unser Herz, eben gerade diesen Schmerz bedeutet.


Wäre das Leben besser, wäre es eine Einbahnstraße?

Oder vielleicht, immer geradeaus, so wie auf der Autobahn,

wo wir müde werden, ohne die Augen zu schließen,

wo wir fahren und fahren und fahren und fahren…

 

Wir brauchen Kurven, wir brauchen Abschied,

wir brauchen Veränderung

und leider brauchen wir eben diesen Schmerz,

weil manchmal da werden wir bunt,

wie die Blätter der Bäume im Herbst

verändern wir uns, fallen wir,

müssen Platz machen für neues Leben,

müssen uns lösen von dem, was nicht sein soll,

müssen um weiter zu kommen

einen Schritt zurück von Gewohnheit treten.


Frau erinnert sich an eine alte Freundschaft, die ihr viel bedeutet hat. Die Erinnerung spiegelt sich am Horizont.

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