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Zerknülltes Papier

Lilli ist eine junge Frau, die allein in Berlin lebt, um ihrem familiären Umfeld und den damit verbundenen belastenden Erinnerungen zu entkommen. Sie leidet unter Zwängen und einem ausgeprägten Bedürfnis nach Kontrolle, das sie in ihren privaten Texten zu verarbeiten versucht. Durch eine zufällige Begegnung lernt sie Joy kennen, in der sie Vertrauen und Leichtigkeit wiederfindet. Mit Joys Unterstützung beginnt Lilli, ihre Zwänge loszulassen und sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen.

Zerknülltes Papier thematisiert auf einfühlsame Weise die Herausforderung, eine Sprache für traumatische Erlebnisse zu finden. Es ist ein Werk, das die Grenzen von Darstellung und Sensibilität im Umgang mit Trauma eindrucksvoll auslotet und beleuchtet, wie die Darstellung von Trauma gestaltet werden kann, ohne voyeuristisch zu wirken oder die Erfahrungen der Überlebenden auszubeuten. Im Mittelpunkt steht eine künstlerische Auseinandersetzung, die das Risiko der Retraumatisierung vermeidet und dennoch die emotionale Tiefe des Themas vermittelt.

 

Lilli ist eine junge Frau, die allein in Berlin lebt, um ihrem familiären Umfeld und den damit verbundenen belastenden Erinnerungen zu entkommen. Sie leidet unter Zwängen und einem ausgeprägten Bedürfnis nach Kontrolle, das sie in ihren privaten Texten zu verarbeiten versucht. Durch eine zufällige Begegnung lernt sie Joy kennen, in der sie Vertrauen und Leichtigkeit wiederfindet. Mit Joys Unterstützung beginnt Lilli, ihre Zwänge loszulassen und sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen. Im übertragenen Sinne wird sie zur Autorin ihres eigenen Lebens und gewinnt die Kontrolle zurück, die ihr durch den Missbrauch in ihrer Kindheit genommen wurde. Missverstanden von ihrer Familie, die selbst noch keinen Weg gefunden hat das Geschehene zu verarbeiten, sind es ihre geschriebenen Worte, die sich als Schlüssel erweisen, um ihre innere Stärke wiederzufinden und die Vergangenheit auf eine neue, heilende Weise zu verarbeiten.

Die Dialoge sind präzise und berührend. Mit wenigen Worten werden die Figuren und ihre Beziehung zueinander lebendig und authentisch gezeichnet. Der Text besticht durch seinen eleganten, fast lyrischen Sprachstil, der sowohl tief emotional als auch humorvoll ist.

"Das Cover meines Drehbuchs Zerknülltes Papier zeigt das Werk "Verloren" der Künstlerin Katrin Alvarez – ein Bild, das mich sofort tief berührt hat. Es war, als hätte sie in ihrer Kunst die Essenz meiner Geschichte eingefangen: Die junge Frau auf dem Bild wurde für mich augenblicklich zu Lilli, der Protagonistin meines Drehbuchs. Ihre Mimik, die stille Traurigkeit, das innere Ringen – all das spiegelt Lillis emotionale Reise wider. Auch die Symbolik im Hintergrund – der Mann, das Chamäleon, die fragmentierten Gedanken – erzählen visuell von dem, was Lilli in Worten zu begreifen versucht. Das Bild bringt das Unsagbare in meiner Geschichte auf den Punkt. Es ist nicht nur ein Cover, sondern ein künstlerischer Spiegel des Inneren. Ich bin unglaublich dankbar, dass dieses Werk nun ein Teil meines Projekts sein darf."

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