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Wenn Menschen auf Menschen treffen

„Wenn Menschen auf Menschen treffen“ ist ein eindringliches Theaterstück über die Suche nach Menschlichkeit im dunkelsten Kapitel der Geschichte.


Aus drei Perspektiven – eines jüdischen Häftlings, eines nationalsozialistischen Soldaten und einer deutschen Frau, die Zeugin eines Todesmarsches wird – beleuchtet das Werk, was es heißt, Mensch zu sein, wenn Menschlichkeit zu verschwinden scheint.

2018 wurde das Stück zum Gedenktag der Opfer des Holocaust uraufgeführt und hinterließ beim Publikum tiefe Spuren des Nachdenkens, Mitgefühls und der Selbstreflexion.

„Wenn Menschen auf Menschen treffen“ ist ein Drama, das die Frage nach Menschlichkeit inmitten der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus stellt.


Das Stück spielt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, während der Todesmärsche der KZ-Häftlinge im Jahr 1945. Drei Figuren stehen im Zentrum – ein jüdischer Mann, der gezwungen ist, den Marsch mitzugehen; ein nationalsozialistischer Soldat, der den Marsch bewacht; und eine deutsche Frau, die das Geschehen als Zeugin aus der Zivilbevölkerung erlebt.

Zwischen Schuld, Rechtfertigung, Angst und Empathie entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama menschlicher Gefühlswelten.
Der Jude – ehemals Vater, Ehemann, Mensch mit Namen – wird zur Nummer reduziert und sucht nach einem Sinn in der völligen Entwürdigung. Der Soldat ringt zwischen Gehorsam und Gewissen, bis ihn die Erkenntnis seiner Taten in den Abgrund zieht. Und die Frau, gefangen zwischen Mitwissen und Ohnmacht, zerbricht an der Erkenntnis der eigenen Schuld.

Am Ende steht die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen Opfer und Täter, zwischen Schuld und Menschlichkeit?
Das Stück wagt die Suche nach einem Funken Humanität, nach Vergebung – nicht als Entschuldigung, sondern als Möglichkeit, sich selbst und anderen wieder als Menschen zu begegnen.

Mit minimalistischer Bühnengestaltung und intensiven Monologen zwingt das Werk das Publikum zur Auseinandersetzung:
Was hätte ich getan? Was habe ich unterlassen? Welche Werte tragen mich – und wo endet meine Menschlichkeit?

„Wenn Menschen auf Menschen treffen“ ist keine reine Darstellung historischer Ereignisse, sondern eine zeitlose Aufforderung zum Mitdenken, Mitfühlen und Erinnern.


Gerade heute, in einer Zeit wachsender Spaltung und zunehmender Entmenschlichung, erinnert das Stück daran, dass die Geschichte uns nur mahnen kann, wenn wir bereit sind, in uns selbst hineinzusehen.

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